In jeder Mannschaft gibt es Abende, an denen jemand nicht kommen kann. Das ist normal, denn die Arbeit dauert länger, zu Hause gibt es noch etwas zu erledigen, oder man ist einfach müde vom Tag. Das Problem entsteht erst, wenn niemand Bescheid weiss. Dann wartet die Trainerin, die Gruppe fängt zu spät an, und die Aufstellung muss kurzfristig geändert werden. Eine kurze Nachricht im richtigen Moment verhindert das.
Eine Nachricht genügt
Meldet euch ab, sobald ihr wisst, dass ihr nicht kommen könnt. Je früher, desto besser, denn dann bleibt dem Team Zeit, die Übungen anzupassen oder jemand anderen einzuladen. Ihr müsst keine lange Begründung schreiben. Ein einfacher Satz wie: Ich kann heute leider nicht kommen, reicht völlig aus. Wichtig ist, dass die Nachricht dort ankommt, wo sie auch gelesen wird.
Einigt euch im Team auf einen festen Weg für Abmeldungen. Das kann eine Gruppe im Chat sein, eine Nachricht an die Trainerin oder ein Eintrag in einer Liste. Wichtig ist, dass alle wissen, wo sie sich abmelden können und dass jemand die Meldungen im Blick hat. Ein gemeinsames System spart Zeit und verhindert Missverständnisse. Es lohnt sich, das gleich zu Beginn der Saison zu besprechen, damit später niemand suchen muss.
Manchmal kommt etwas dazwischen, und man merkt erst kurz vor Beginn, dass es nicht geht. Auch dann lohnt sich eine kurze Nachricht, denn sie ist besser als Schweigen. Das Team versteht, dass nicht alles planbar ist. Hilfreich ist es, wenn ihr euch danach nochmals meldet und fragt, was ihr verpasst habt oder ob ihr etwas nachholen könnt. So bleibt ihr im Kontakt und seid beim nächsten Mal wieder mitten im Geschehen.
Wer sich zuverlässig abmeldet, wird vom Team geschätzt. Umgekehrt sollten auch die anderen freundlich reagieren, wenn jemand fehlt, und keinen Druck aufbauen. Ein warmes Schade, bis nächste Woche bewirkt mehr als ein Vorwurf. So bleibt die Stimmung gut, und alle kommen gern wieder. Ein Team funktioniert am besten, wenn sich jeder ernst genommen fühlt und weiss, dass er auch einmal fehlen darf. Wer neu ist, achtet am besten darauf, wie die anderen es machen, und übernimmt diese Gewohnheit.